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Letters in Blue

Angst

medusenhaupt thront

vorm gletscher geweihe

zwischen den haselnuessen  verstecken bringt nichts

ueber dir nur stecknadelkoepfe

mach die augen zu und schlaf 

16.2.07 05:33


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Herbstnacht

 
Du hörst sie nur, weit oben, über den Dächern der Stadt und doch hast du genau ihr Bild vor Augen.
Die weiß- grauen Federn und ihr freier Flug. Leises Gurren, dein Abendgebet.
Daran hältst du dich, schiebst dein Bild vor das Bild der Nacht, um nicht allein zu verschwinden, im schwarzen Sirup. Düsterer Atem zieht durch die Gassen und die Dämmerung ist fern, schläft noch hinter den Hügeln, das weißt du.
Sehnsucht.
Tief im Inneren. Alles zieht sich zusammen unter der Hand der  Beklommenheit. Deine Seele spinnt sich einen Kokon aus dicker, kratziger Wolle. So gehst du, fort über den Platz.
Kalte Marmoraugen folgen deinen Schritten. Fest in dir verankert die Trostlosigkeit. Verfallenes Laub unter deinen Füßen.
Du zählst deine Schritte. Eisiger Wind saust um deinen Schatten.
Magere Windhunde beißen. Du gehst immer schneller. Verwelkte Zeit hängt über gebrochene Tontöpfe.
Wiedergeburt im zartrosa Kleid. Du weißt, so wird es nie mehr sein.
Vergiss es!
Dein Bild hältst du mit aller Kraft fest, immer wieder verblasst es unter den Ölfarben der Nacht.
Dann reitet die Angst mit dir fort, galoppiert wie wild durch Gassen.
Schneller als dein Herzschlag, das Echo verliert euch und bleibt allein zurück.
Haare verwehen die Sicht, als dein Atem sich selbst überholt und du stehen bleibst.
Du lässt deine Schuhe unter der alten Kirchenbank liegen.
Kühles Kopfsteinpflaster, die Rillen die Schluchten, die Erinnerungen deiner Kinderaugen.
Du beginnst wieder zu laufen, den Hügeln entgegen und schreist deinen Morgenschrei in die Stille Umklammerung der Nacht. Langsam weicht sie, verzieht sich zurück in ihr Schneckenhaus.
Du blickst auf, weit über dir die Schwingen des Lebens und du siehst, wie sie eins werden mit dem silber-grau der Dämmerung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

                                                     

23.10.06 20:10


Ich und Frida

Tränenüberzogen

Zerkratzt

Splitter zerschneiden

deinen Atem

Du blickst dir in die Augen

Bitterer Herzrhythmus

Du fühlst deine Hand auf deiner Stirn nicht

Abgekantetes Spiegelbild

Wieso schweigt es deine Melodie?

Tentakel erwürgen deinen Willen

Kehlenschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.10.06 20:09


TOTER FISCH


 

Gefangen im Korallenhimmel

Ich schwebe und ersticke im Nebel
Du weißt warum
Bläst den Nebel in mein Gesicht und lachst
DU lachst
Mit den Eisenmurmeln in deinem Mund
Klingen hohl, wie Totenklang
Du weißt warum
Sagst aber nichts und schweigst deinen Verrat
Schritte die am Horizont enden  und du fällst nicht
Nur ich
Falle in mich, falle
Ich zerkratze die Seele
Dünne Blutspur von dir zu mir
Auf weißen kacheln
Ich zerdrücke deine Laute, wie Styroporkugeln
Du gehst! Gehst du?
 
Blecherne Trommel Im Schlaf
 
 
 
 
 
23.10.06 20:07


Kindheit

Wo Sanftmut kroch, über Halme

Die unbeschriebene Stirn sanft in der Wiege der Begeisterung

Herbstblätter im Schoß

Schon lange vergilbt unter den Augen der Ferne

Leise erklingen noch die Glocken der Erinnerung

Im Wirbel der Märchen tanzt du unter behutsamer Linde

Und der seidene Faden gewährt

Doch nur solange der Tag über dir wacht

 

Mit jedem Schritt entfernst du dich

Die Verbindung bleibt in dir, doch du gehst

Dem Horizont entgegen

Und dort, wo die silbrige Dämmerung und die Nacht eins werden

Miteinander

Machst du deine eigenen Schritte

Und lebst für dich

 

 

 

 

 

23.10.06 20:07





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